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Warum Jesus?

Noch heute scheiden sich an Jesus Christus die Geister. Jesus hat die Welt bewegt und verändert, wie kein anderer. Würde man die Person suchen, die bis jetzt den meisten Einfluss auf den Gang der Geschichte gehabt hat - Jesus wäre der klare Sieger.

Historisch gesehen hat er die gewaltigsten Wellen in der Menschheitsgeschichte geschlagen hat. Er hat es geschafft, dass Milliarden Menschen die Jahre nach seinem Geburtsjahr zählen.

Er hat es geschafft, dass 2,1 Milliarden Menschen sich Christen nennen (lassen) und sich so mit ihm in Verbindung bringen lassen. Er hat heute Anhänger unter Popstars und Professorinnen, unter Politikerinnen und Profifußballern, genauso wie unter Menschen, von denen wir nie etwas hören werden.

Andererseits hat er es auch „geschafft“, dass Verbrechen „für ihn“ begangen wurden und dass sein Name für viele zu einem roten Tuch geworden ist, oder sogar zu einem Schimpfwort.

Wer ist Jesus?

Der Nazarener

Für einen Menschen aus der Antike lässt sich die Geburt von Jesus sehr gut datieren. Dass er nicht im Jahr 0, sondern schon 7 Jahre früher geboren wurde, liegt an einem Rechenfehler bei der Entwicklung der neuen Zeitrechnung. (Sorry Dionysius Exiguus! - Der Mönch, der die neue Zeitrechnung im 6. Jahrhundert erfunden hat, hat sich leider verrechnet!) 

Jesus wurde also im Jahr 7 vor Christus in Bethlehem geboren. Da seine Eltern eigentlich aus dem kleine „Kaff“ Nazareth in der nördlicheren Region Galiläa waren, wuchs Jesus dort auf. Aus diesem Grund heißt er manchmal auch „Jesus von Nazareth“ oder „Jesus von Galiläea“. Jesus hatte also eine Kindheit und eine Familie – genau wie jeder Mensch. Aber er war etwas Besonderes.

Weiser

Ungefähr 27 n.Chr. wird Jesus öffentlich aktiv. Er fängt an, mitreißende Reden zu halten, und wie andere Rabbis (Lehrer) dieser Zeit nimmt er Schüler an, die ihn auf seinen Wegen begleiten.

Was er sagte und wie er es sagte, waren für seine Zuhörer erstaunlich. So können wir zum Beispiel am Ende seiner „Bergpredigt“ lesen: „Als Jesus seine Rede beendet hatte, waren die Menschen überwältigt von seiner Lehre“ (Die Bibel, Matthäusevangelium, Öffnet externen Link in neuem FensterKapitel 7,28).

Wenn die Gelehrten seiner Zeit mit Jesus diskutierten, dann ließ er sie oft alt aussehen. Er verstand ihre Argumente besser als sie selbst und sie konnten ihn nie mit Fangfragen hineinlegen, obwohl sie es oft versuchten.

Wenn Ratsuchende sich an Jesus wandten, erlebten sie oft, dass er ihre eigentlichen Fragen erkannte und die Probleme, die sie betroffen machten, bis in die Tiefe durchblickte.

Von Jesus stammen die unter anderem die „Goldene Regel“ in einer neuen, äußerst herausfordernden Formulierung, das Gebot der Nächstenliebe und so unvergessliche Gleichnisse wie die Geschichte vom Verlorenen Sohn.

Seine Weisheit war lebensnah, praktisch und relevant, und zielte stets auf die größtmögliche zwischenmenschliche Harmonie. Jesus reiht sich also mühelos unter die größten Weisheitslehrer der Menschheitsgeschichte ein – aber er ist noch mehr.

Visionärer Leiter

Von Jesus kann man nicht nur Weisheit lernen, das heißt, nicht nur lernen, wie man glücklich wird und wie ein Menschenleben gelingen kann. Heute lernen Manager von Jesus, was es heißt, ein visionärer Leiter zu sein.

Jesus hat es geschafft, durch seine kleine Gruppe von Schülern die Welt zu verändern. Seinen Führungsstil nennt man heute „dienende Leiterschaft“.

Prophet

Propheten sind von Gott inspirierte Männer und Frauen, die sich nicht scheuen, die unbequemsten Dinge zu sagen und ihre Finger auf die gesellschaftlichen Missstände ihrer Zeit zu legen. Jesus hat genau das getan.

Er hat religiöse Heuchelei öffentlich angeprangert. Er hat den hartherzigen und asozialen Umgang der Gesellschaft mit den Ausgestoßenen angegriffen. Er hat sich auf die Seite der Ausgegrenzten und Unberührbaren gestellt.

Für Moslems ist Jesus ein Prophet – und das stimmt! Aber er ist mehr als das. Propheten haben oft die Wendung „So spricht der Herr“ gebraucht, um Botschaften von Gott weiterzugeben. Jesus verwendet im Gegensatz dazu die Wendung: „Ich aber sage Euch!“ (z.B. in Matthäusevangelium, Öffnet externen Link in neuem FensterKapitel 5,22) Jesus nimmt damit eine unerhörte Autorität für sich in Anspruch!

Der Revolutionär

Jesus wollte eine Revolution herbeiführen, eine Revolution des Denkens, der Menschenliebe und der Beziehung zu Gott. Jesus hat radikal mit Vorstellungen gebrochen, die diesem Ziel entgegensprachen. 

Jesus hat für sein Ziel mit einer solchen Konsequenz gelebt, dass er sogar seiner eigenen Familie peinlich wurde. Einmal wollten sie ihn abholen, weil sie befürchtet haben, dass er den Verstand verloren hätte (vgl. Die Bibel, Markusevangelium, Kapitel 3,21).

Seine Konsequenz für das Gute hat ihm nicht nur Freundschaft und Anerkennung eingebracht. Die religiösen Führer haben wollten verhindern, dass Jesus weiter ihre eigenen Lehren angreift und ihre Machtpositionen noch weiter untergräbt. Sie begannen gegen Jesus vorzugehen.

König

Jesus konnte seine Abstammung in direkter Linie auf die größten Könige der jüdischen Geschichte zurückführen. Natürlich war das jüdische Königshaus zu seiner Zeit politisch unbedeutend. Aber in den heiligen Schriften der Juden gibt es über 50 Prophezeiungen über einen Messias, einen Propheten, der aus der königlichen Linie stammen sollte. Viele Menschen warteten voller Hoffnung auf diesen Messias.

Jesus wurde in der öffentlichen Meinung im Laufe seines Wirkens immer mehr mit diesem Messias gleichgesetzt. Auch seine Jünger wurden immer mehr davon überzeugt, bis schließlich einer von ihnen zu ihm sagte: „Du bist der Messias.“ (Die Bibel, Markusevangelium Öffnet externen Link in neuem FensterKapitel 8,29; „Christus“ ist die griechische Übersetzung des hebräischen Wortes „Messias“)

Als die politische Intrige gegen Jesus so weit fortgeschritten war, dass Jesus vor dem römischen Statthalter Pilatus verklagt wurde, war bald ein Grund für ein Todesurteil gefunden: Dieser Jesus von Nazareth hat sich selbst als König der Juden bezeichnet.

Kein römischer Kaiser hätte sich das bieten lassen – ein Aufstand gegen seine Regierung! Pilatus wusste, dass er diesen Mann beseitigen musste. Er verurteilt ihn zum Tod durch Kreuzigung. Über dem Kreuz hat Pilatus, so wie es üblich war, die Anklageschrift anbringen lassen: „Jesus von Nazareth, König der Juden“ (Die Bibel, Johannesevangelium Öffnet externen Link in neuem FensterKapitel 19,19)

Gott

Mensch, Weisheitslehrer, Visionär, Prophet, Revolutionär, König – all das erklärt noch nicht den gewaltigen Eindruck, den Jesus in der Geschichte hinterlässt.

Das Außerordentliche, das Überraschende, das regelrecht Schockierende an Jesus ist seine Behauptung, selbst Gott zu sein. Die historischen Quellen über Jesus machen klar, dass er das wirklich von sich selbst behauptet hat.

Wie kann jemand nur so etwas von sich sagen?

Es gibt nur drei Möglichkeiten:

  1. Er lügt. Jesus könnte einfach ein Lügner sein. Es wäre aber sehr seltsam, wenn ein Mensch ansonsten immer nur Gutes tut und in einem einzigen Punkt lügt.
  2. Er ist wahnsinnig. Jesus hat eine pathologisch verwirrte Ansicht über sich selbst. Das scheint wenig wahrscheinlich, wenn man sich ansieht, was Jesus sonst gesagt und getan hat.
  3. Er hat Recht.


Für diese letzte Möglichkeit spricht:

  • die übernatürlichen Weisheit von Jesus.
  • seine absolute Integrität in ALLEN Dingen. Einer seiner engsten Freunde bescheinigt ihm, dass er NIE etwas Falsches getan hat (vgl. Die Bibel, 1. Petrusbrief Öffnet externen Link in neuem FensterKapitel 1,19).
  • Die Berichte über seine übernatürlichen Taten.
  • Die Berichte über seine Auferstehung nach dem Tod am Kreuz.


Wenn Jesus nicht nur Weisheitslehrer, Visionär, Prophet, Revolutionär und König war, wenn Jesus tatsächlich Gott war, wenn Jesus der menschgewordene Gott ist, der auf die Welt kommt, dann ist es klar, dass dieser eine Mann die Welt mehr bewegt hat, als jeder andere. Dann ist es auch klar, dass er sie immer noch bewegt.

Man könnte ein bisschen abgewandelt mit Franz Kafka sagen: "Jesus ist die Axt für das gefrorene Meer in uns." Jesus ist auch die Sonne, die das Eis zum Schmelzen bringt. Jesus verändert heute immer noch Menschen.

Und wozu hätte Gott Mensch werden sollen? Davon handelt Öffnet externen Link in neuem Fenster„Die Gute Nachricht – Das Evangelium.“

Zum Weiterlesen...

... empfehle ich natürlich Die Bibel. Sie bietet zuverlässige Informationen aus erster Hand. Eine sehr gute, verständliche Übersetzung heißt „Neues Leben“.

Außerdem:

  • Lee Strobel, „Der Fall Jesus. Ein Journalist auf der Suche nach der Wahrheit“, Gerth Medien Asslar 1999.
  • Josh McDowell, „Wer ist dieser Mensch?“, Hänssler, Holzgerlingen 1999.
  • Jürgen Spieß, „Aus gutem Grund. Warum der christliche Glaube nicht nur Glaubenssache ist“, R. Brockhaus, Wuppetal 1998.
  • Craig L. Blomberg, „Jesus und die Evangelien“, VTR, Nürnberg 2000.

Autor: Dr. Christian Bensel, 2006
Fragen werden gerne beantwortet, Anmerkungen dankbar aufgenommen!

Dr. Christian Bensel (Innsbruck/Mittersill)
Aufgabe: ehem. Reisesekretär für Tirol und Salzburg
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