Woche 13~14| 27'Gebetsinitiative

Beten und Hören

"Shema Israel". "Höre Israel". So beginnt das erste der zehn Gebote. Und tatsächlich gewinnt jegliche Anweisung Gottes für unser Leben erst dann Relevanz, wenn sie auch gehört wird. Gottes Reden zu uns hat in demselben Maß die Kraft unser Leben zu verändern, wie wir bereit sind, ihm zuzuhören und ihn ernstzunehmen.

Wir wünschen dir einen guten Start in die Sommerpause und dass du Gottes Reden ganz neu suchst und erlebst. Die 27' Gebetsmails werden auch in der Sommerpause weiter ausgesandt in der Hoffnung, dass sie dir dabei helfen, einen erfrischenden Gebetsrhythmus aufrechtzuerhalten.

Gottes Segen wünscht dir
Das 27'Gebetsinitiative-Team!

 

1. Interior

Wir leben in einem Zeitalter der Aufmerksamkeitskrise: Ständig wird am Smartphone gepostet, geliked, getapped und gescrollt. Ich ertappe mich dabei, dass ich Artikel nur flüchtig überfliege, um erst bei wirklich relevanten Passagen zu stoppen. Kann es sein, dass diese Reizüberflutung nicht nur unsere Aufnahmefähigkeit beeinflusst sondern auch tiefe Freundschaften und unsere Gottesbeziehung gefährdet? In einem Video, das im Rahmen eines christlichen Seminares mit dem Titel "Pandemie der Einsamkeit" gezeigt wurde, war folgender Satz zu hören: "Jeder wartet auf seinen Zeitpunkt zu sprechen, aber da gibt es keinen, der wirklich zuhört."

Zuhören war auch zu Jesu Zeit ein riesen Problem. Es gab zahlreiche Leute, die ihr Herz verhärtet hatten und Jesu Worte nicht einmal verstanden. Es scheint, als habe Jesus sein Gleichnis vom vierfachen Ackerboden eigens dafür entwickelt, um diese Tatsache bildlich darzustellen. Ehe er das Gleichnis seinen Jüngern erklärt, finden wir jedoch folgende verstörende Passage:

> Lies Markus 4,9-12

Warum um alles in der Welt spricht Jesus auf eine Art und Weise zu den Außenstehenden, die sie nicht verstehen können? Warum redet er zu "denen, die draußen sind" in Gleichnissen, wissend, dass sie "sehend sehen und nicht wahrnehmen, und hörend hören und nicht verstehen"? (Markus 4,12 Elb) Möchte Jesus nicht, dass alle gerettet werden und die Wahrheit erkennen? Den Schlüssel finden wir sowohl im Vers 9 als auch im Vers 23: "Wer Ohren hat, zu hören, der höre!" Jesus möchte sehr wohl, dass alle gerettet werden, aber es beginnt mit einem aktiven Hören auf seine Stimme.

Leider sind viele gegangen, nachdem Jesus sein Gleichnis vom vierfachen Ackerboden beendet hat. Die Aufmerksamkeit hat nicht gereicht. Ihr Herz war nicht bereit, wirklich zuzuhören, und so bleibt ihnen Jesu Reden rätselhaft. Auf der anderen Seite wurden die, welche bei Jesus geblieben sind, gemeinsam mit den zwölf Jüngern belohnt und in das "Geheimnis des Reiches Gottes" mithineingenommen (Vers 10+11). Auch wenn sie noch lange nicht alles verstanden, so war ihr Herz bereit dranzubleiben und auf Jesu Stimme zu hören. Jesu Zusagen an hörbereite Jünger sind enorm: "Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir, und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben." (Johannes 10,27-28 ELB).

> Wo stehst du in der Gefahr, Gott nicht mit ganzer Aufmerksamkeit zuzuhören? Bitte ihn um Vergebung und dass er dir harte Herzensstellen aufzeigt und erweicht.

> Erscheint dir Gottes Reden manchmal rätselhaft oder unverständlich? Vertraue ihm, dass er dich in ein tieferes Verständnis hineinführt, wenn du dranbleibst.

Tipps:

  • Du darfst Gott bitten, sich dir zu offenbaren, sich bemerkbar und hörbar zu machen. Gottes Reden zu vernehmen ist sowohl Übungssache als auch das Resultat einer gesunden Beziehungspflege. Habe Geduld, wenn Gott nicht auf die Art und Weise spricht, wie du das gern möchtest, sondern bleib erwartungsvoll dran.
  • Gott offenbart sich auf verschiedenste Art und Weise, doch ganz besonders liebt er es, beim Lesen seines geschriebenen Wortes, der Bibel, zu uns zu sprechen. Nimm dir einmal vor, länger bei ein und derselben Bibelpassage zu verweilen und sie wiederholt zu lesen, bis sie eine Relevanz für dein Leben gewinnt und so zu dir spricht.

2. Mein Umfeld

Wenn du nun für jene Leute in deinem Umfeld betest, die Gott dir auf's Herz gelegt hat, dann achte doch einmal darauf, ob Gott nicht bereits Gebetserhörungen geschenkt hat. Oft sind die kleinen Veränderungen, die Gott durch unser Gebet bewirkt, leicht zu übersehen. Danke Gott für etwaige Gebetserhörungen. Aber auch ohne sichtbare Veränderungen lädt Gott dich ein, in einer Haltung der Dankbarkeit für die Personen in deinem Umfeld zu beten.

Wenn es dir hilft, probiere doch mal folgendes Gebet für eine Person in deinem Umfeld, die Jesus noch nicht kennt:

> Herr Jesus Christus, danke, dass du Person XXX in mein Leben gestellt hast und mir das Privileg gegeben hast, für sie zu beten. Danke, dass deine Liebe für diese Person so viel größer ist als meine und dass du einen guten Plan für ihr Leben hast. Danke, dass du nie aufgehört hast, dieser Person nachzugehen und ihr Wegweiser zu dir hin ins Leben zu stellen. Danke, dass ich einer dieser Wegweiser sein darf. Gib mir offene Augen für die Gelegenheiten, die du mir schenken wirst. Danke!


3. Jesus an die Uni

ÖSM Praktikum

Wir haben nun tatsächlich für das kommende Studienjahr drei neue ÖSM Praktikantinnen und sind Gott sehr dankbar dafür! Vielen Dank auch für dein Mitbeten! Die kommenden Wochen werden die Praktikantinnen sich auf ihren Dienst in der ÖSM vorbereiten und beginnen, einen Kreis von Missionspartnern aufzubauen, welche sie finanziell und im Gebet begleiten.

> Bitte betet für Mut und viele schöne Momente, wenn sie auf Freunde, Gemeindemitglieder sowie neue Leute zugehen und sie zu einer Missionspartnerschaft einladen.

> Weiters steht für zwei Praktikantinnen ein Ortswechsel bevor, um zu ihrem neuen ÖSM Einsatzort zu siedeln. Betet gerne für ein gutes Einleben am neuen Wohnort.

ÖSM Semesterabschluss

Das Semester ist so gut wie vorbei und die eine oder andere Prüfung oder Abgabe wird gerade noch geschrieben. Die ÖSM Gruppen haben ihre letzten Treffen dazu genutzt, das ÖSM Semester gut abzuschließen bzw. zu reflektieren. Hier beispielhaft zwei Stories aus Innsbruck und Graz:

Innsbruck: Zwar fiel das Outdoor-Grillen aufgrund des Wetters ins Wasser, aber wir trafen uns trotzdem in einer WG zum Indoor-Pfannen-Grillen und schlossen gemeinsam das Semester ab. Es waren keine neuen Studierenden da, aber der Abend war extrem ermutigend; wir teilten Zeugnisse aus diesem Semester, teilten unsere Erkenntnisse und Erlebnisse und dankten Gott im Lobpreis. Dann durften wir auch noch Anne aus der Leitung verabschieden, Hanna und Sophie in der Leitung willkommenheißen und für sie und die kommenden Semester beten. 

Graz: Unsere Abschlussgrillfeier war von einer herzlichen Atmosphäre und ganz viel Essen geprägt. Wir hatten die Freude, ein paar neue Leute dabeizuhaben, die im Herbst neu zu studieren beginnen. Eine Person kam auf Einladung eines ehemaligen ÖSMlers dazu - sie hatten sich vor einiger Zeit beim ÖSM Frisbee spielen im Stadtpark kennengelernt. Wir verabschiedeten einen Austauschstudenten aus Polen, den wir durch die Hochschultage im Mai kennengelernt hatten.

> Bitte betet für alle ÖSM Studierenden, dass sie die Sommerpause als Anlass nehmen, im persönlichen Glauben weiter zu wachsen und dass sie Gelegenheiten nutzen, um Leute auf Gott hinzuweisen. Betet auch, dass die Besucher der Hochschultage weiter im Kontakt mit ÖSMlern bleiben bzw. Gott ihnen weitere himmlische Begegnungen schenkt.


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